Kommentatort 36

Mehr als nur ein Tatort

Vor einem Jahr ging der Kommentatort online. Nach einer Phase des Suchens und Experimentierens, während derer die Besprechungen auch auf www.gezetera.ch sowie unter www.freitag.de/community/blogs/lucubro publiziert wurden, fanden sie ihr definitives Zuhause unter www.kommentatort.ch.

Einer der Hauptgründe dieses Projektes, neben einer langjährigen, nicht mehr wegzukriegenden Sonntagabend-Marotte, war und ist es, mehr als nur einen Tatort in den Tatorten zu sehen, getreu dem Slogan: „Kommentatort: Mehr als nur ein Tatort“. Übergreifende Themen sollten verfolgt werden, rote Fäden und Ausreisser herausgearbeitet werden und, nicht zuletzt: Versucht werden sollte, zwischen den Besprechungen einen Austausch, eine Erzählung, entstehen zu lassen. Ursprünglich war der Plan, nach einem halben Jahr an einem tatortfreien Sonntagabend einen Rückblick über die vergangenen sechs Monate Kommentatort zu schreiben, was dann aber irgendwie nicht klappte.

Nun aber, zeitnah zum Einjahres-Jubiläum (am 26. April), schaut der Kommentatort zurück auf 35 Episoden und klopft die Besprechungen auf rote Fäden, Ausreisser und Erzählbarkeiten ab.

Ausserdem schenkt sich der Kommentatort am kommenden Sonntag, 22. April, etwas ganz besonderes: Nämlich einen Sonntag ohne Kommentatort. Die aktuelle Frankfurter Folge „Es ist böse“ wird an dieser Stelle erst Mitte nächster Woche besprochen. Bis dahin sei Ihnen Matthias Dell von www.freitag.de, Christian Buss von www.spiegel.de und die lesenswerte Tatort-Ecke von www.stern.de empfohlen. Immer einen Abstecher wert (nun gut, fast immer) sind die Mediatheken von www.sf.tv oder www.ard.de, wo man sich die Folgen auch ohne geschmacksrichterliche Expertise (meist) unbeschadet zu Gemüte führen kann.

Ihr Einspruch, Ihre Kommentare, An- und Aufregungen sind immer herzlich willkommen – sei es als Kommentar unter diesem Artikel oder auf Facebook.

Nun hier für Sie erst einmal auf einen Blick die Fieberkurve des ersten Kommentatort-Jahres:

Für alle, die es genauer wissen wollen, im Folgenden die einzelnen Besprechungen zu den verschiedenen Kommissaren.

Stuttgart: Die Stuttgarter Tatortkommissare Lannert und Bootz sind das Gegenteil des handelsüblichen Tatortkommissars. Seifernopernhaft-plakativ wird das Familienleben und die urschwäbische Bünzligkeit von Kommissar Bootz inszeniert. Ihre Fälle handeln von häuslicher Gewalt gegen Männer, schwulen Kunsthistorikern oder Rache. Immer wieder bewegte Stuttgart21. Da wird ein Bauunternehmer von einem Schaufelbagger aufgespiesst. Oft gelungen, meistens miefig: Etwa, wenn Lannert und Bootz gemeinsam Wäsche zusammenlegen. Beim bisher letzten Stuttgarter kommt Dynamik rein. Bootz macht auf Cenk Batu und ermittelt verdeckt. Das gefällt, weil Bootz endlich nicht mehr als brachiale Antithese zum Durchschnitt-Tatortkommissar gezeigt wird.

Münster: Was ist nicht schon über sie geschrieben worden: über den schlabberig-grummligen Hauptschüler Kommissar Thiel und den dauerquasselnden Pfau, Doktor Boerne. Um die Einmischungen Boernes zu rechtfertigen, muss Nähe her. Praktisch, dass Boerne nicht nur Nachbar, sondern auch Vermieter Thiels ist. Um dem Professor noch mehr (sic!) Raum zu geben, wird ihm die Steuerfahndung ins Haus gestellt. Das freut Thiel, derweil die üblichen Kamellen von Daten-CDs, geheimen Schweizer Konten und Steuerflüchtlingen drankommen. Nimmt man den sauglattistischen Humor und die Hanswurstiaden, bleibt nicht viel von den Münsteranern. Thiel und Boerne haben zurecht die Goldene Kamera gewonnen, jedoch ist ihre Masche riskant. Auf die Dauer nerven ihre Sprüche und Mätzchen, derweil es extrem schwierig sein dürfte, die Figuren neu zu erfinden.

Frankfurt: Der Frankfurter Tatort gönnt sich ein neues Ermittlergespann. Conny Mey darf in der ersten Folge in Stiefeln und Charlotte-Lindholm-mässig engen Jeans den Flur des Präsidiums entlang gehen. In der zweiten Folge trägt sie Jogginghöschen. Ihr Partner Frank Steier haust und vegetiert derweil im Büro, wo er übernachtet und sich besauft, während er in der Kantine von „Gutmenschenkacke und Helfersyndrom“ poltert. Ihr erster Fall ist keiner, sondern der reinste Nichtfall, der reichlich Platz lässt, um die Neuen einzuführen. Schon im zweiten Fall dürfen die beiden zeigen, was von ihnen zu erwarten ist: Sie ermitteln im Bundeswehr-Afghanistan-Heimkehrer- und Versicherungsbetrügermilieu – ohne Gehabe und künstelnd-anbiedernden Genreübetritte. Ihre Fälle beruhen auf einem Buch von Kriminalkommissar und „Tatort“-Analytiker Axel Petermann.

Bremen: Zeitnah versucht der Bremer Tatort zu sein, als eine Geschichte um überladene Flüchtlingsboote aufgegriffen wird. Das klappt ganz gut, wenn auch die in derselben Folge erfolgte Beförderung von Kommissarin Lürsens Tochter zu ihrer Vorgesetzten verwundert. Wenigstens kommt die Kommissarin zu einer sehenswerten Szene, als sie einem schleimigen Staatssekretär die Nase bricht. Stedefreund gefällt mit Trinkfestigkeit und einem fürchterlichen Kater. Eine verzwackte Geschichte um Kadavergehorsam und Rache ist das, um einiges packender als der darauf folgende Tatort, der von einer Verrückten handelt, deren Wahnzustände die Kamera ein oder zwei Mal zu oft nachvollzieht.

Österreich: Vor gut einem Jahr wurde Kommissar Eisner für seine Wiener fälle eine neue Assistentin an die Seite gestellt, Bibi Fellner. Früher arbeitete sie auf der Sitte, hielt es nicht mehr aus und wechselte ins Morddezernat. Sie ist verbunden mit einem schwulen Zuhälter, die beiden waren ein Alibipaar, um einen Restbestand bürgerlicher Normalität zu simulieren. Immer wieder reitet Heinrich Hengst (sic!), wie der Strizzi heisst, Bibi Fellner in die Bredouille. Besonders gefällt, dass immer wieder mit der Regel gebrochen wird, dass der Fall in neunzig Minuten restlos geklärt sein muss. Natürlich kommt auch der hiesige Tatort nicht um Klischees herum. So wird schon mal das bis auf die Parkplatzsituation ganz beschauliche Olympische Dorf in Innsbruck zum Ghetto stilisiert. So im Genre vergriffen hat sich schon lange kein Tatort mehr wie der später folgende „Kein Entkommen“. Dort pflastern 15 Leichen die Strassen, was dem Tatort nicht bekam. Besser wurde es kürzlich.

München: Die Münchner Kommissare Batic und Leitmayr spielen gegen die Erschwernis an, mit „Nie wieder frei sein“ den Höhepunkt der jüngeren Tatorte vorgelegt zu haben, der zugleich die Höchstnote der Kommentatort-Notenskala ist. Sie ermitteln gegen demenzkranke Greise, die im Affekt die eigenen Söhne tot hauen. Ein anderes Mal führt ihr Fall in die jüdische Gemeinde Münchens, wo sie, nicht ganz ohne Klischees zu bedienen, dafür ziemlich unvoreingenommen ermitteln, als wäre es, wie der Titel versprach, „Ein ganz normaler Fall“. Ausserdem verwirren sie gerne mit ellenlangen Autofahrten und ebensolchen Wortspielereien, bringen uns dafür aber auch Randbegriffe aus der Selbstmordstatistik wie etwa „suicide by cop“ näher.

Leipzig: Eine traurige Angelegenheit bleibt der Leipziger Tatort. Nicht einmal mit Unterstützung der Kölner Kollegen bringen sie es. Da wird zu oft zu viel gewollt, zu sehr gewollt. Etwa in der Episode „Nasse Sachen“, in der die Vergangenheit von Kommissarin Saalfeld ausgeleuchtet werden sollte. Zwischen Spannung, Action, Vergangenheitsbewältigung und Zurschaustellung von Saalfelds Schmolllippen ging doch glatt der Tatort vergessen. Auch die Anlage der Kommissare Keppler und Saalfeld als geschiedenes Ehepaar hat immenses Nervpotenzial. Zum Glück fiel die dritte Leipziger Episode in den Urlaub des Kommentatorts, sodass stillschweigend über diese ganz der hiesigen Tradition verpflichtete Episode hinweggegangen wird.

Ludwigshafen: Zeitnah zur Frauen-Fussball-WM wartet der Ludwigshafener Tatort mit einer Komödie auf. Die Kommissarinnen Kopper und Odenthal ermitteln im Mord an einer Fussballerin. Kurz vor ihrem Tod machte sie Fotoaufnahmen in Unterwäsche, was ihr das Missfallen ihrer Familie einbrachte, ist sie doch Muslima. Ihr Vater entführt seine tote Tochter aus der Pathologie, um sie zu bestatten. Das bietet Odenthal die Vorlage zu Ausführungen in Staatkunde. Weshalb man zur Darstellung von Theo Zwanziger, Oliver Bierhoff und Jogi Löw Jogi Löw, Oliver Bierhoff und Theo Zwanziger verpflichten muss, liess sich dem Film nicht entlocken. Nicht viel besser, aber immer noch sehr zeitnah, gerät die nächste Folge. Am 11. September 2011 gefällt man sich in einer Folge, die man nur mit „Wohnzimmer-Waterboarding“ umschreiben werden kann. Eine Lehrerin wird in ihrem Zier-Zimmerbrunnen ersäuft. Die erste lesbische Tatortkommissarin und der pfälzische Depardieu machen sich an die Aufklärung. Sie geben sich Mühe, sind jedoch angesichts des Drehbuchs machtlos.

Luzern: Getreu den vier Grundsätzen schweizerischen Denkens („Das gat nöd. Das hämmer na nie andersch gmacht. Da chönt ja jede cho. Das wär ja no schöner“) ist der neue Schweizer Tatortkommissar der alte Schweizer Tatortkommissar. Reto Flückiger ist vom Schwabenmeer bekannt, wo er Frau Blum den Kopf verdrehte. Nun wechselt er nach Luzern, wo er eine Parkbank an malerischer Stelle am See, mit freier Bergsicht, gefunden zu haben scheint. Leider nervt beim ersten Auftritt ein gewisser zweibeiniger Spezialeffekt. Ein Gräuel sind die Mischformen zwischen Schweizer Mundart und dummdreister Babylon-Verhunzung („vo dem hani gheard, sure, no problem“). Auch an seiner Vorstellung muss der Innerschweizer Kommissar arbeiten, denn die Floskel: „Mein Name ist Flückiger, Reto Flückiger“ ist ja nun einmal besetzt von Wiehiessdernochmal). Ansonsten ein solider Krimi, dessen Rezensionen landauf, landab mehr über die sonstigen Sonntagabendgewohnheiten der Rezensenten sagten als über die Vorstellung dieses neuen Ermittlers.

Köln: So beständig sind die Kölner Kommissare Schenk und Ballauf, dass es einer Erschütterung gleichkommt, als die Currywurstbude verschwindet. Drastischer lässt sich im Tatortland nicht mit Traditionen brechen. Als Ballauf ein Angebot vom BKA Wiesbaden bekam, stockte dem Kommentatort der Atem. Zum Glück blieb es bei einer Zote selbstbewusster Kölner Drehbuchschreiber gegen die Wiesbadener Kollegen. Wenige Wochen später verrennt der Kölner sich im Thema „Gentechnik“. Das heisse Eisen wird mechanisch durch genudelt: Gentech, Gentechkritik und Gentechkkritikkritik, alles da, mit der Stoppuhr abgewogen. Besser wird es im zweiten Teil der Osterdoppelfolge 2012: Nicht zuletzt, weil die Wurstbude wieder auftaucht. Aber auch die Tatsache, dass der Mörder von Anfang an bekannt ist, überzeugt – ebenso, dass die Kommissare mit peinlichen Ermittlungsschlampereien konfrontiert werden.

Kiel: Mit einem Kommissar wie Borowski kann man nichts falsch machen. Da verträgt es auch eine sichtlich übermotivierte, junge Kollegin, die als Ersatz für die letztes Jahr ausgestiegene Frieda Jung einspringt. Egal, wenn die Neue sich in PCs hackt, dauernd grinst und heimlich Schubladen durchwühlt: Macht nichts, weil da Borowski ist. Nun, eine Kleinigkeit gibt es, die man auch mit Figuren wie Sarah Brandt und Borowski falsch machen kann: Nämlich sich beim Rampenverkauf im Hause Mankell zusammen geschluderte Drehbuchideen zu kaufen. Dann hat man dann im Nu eine in allen Sexchatrooms eingeloggte Nymphomanin am Hacken, die Santamaria heisst und 90 Minuten lang mit der Diskrepanz zwischen ihrem Namen und ihrem Lebensstil konfrontiert wird. Da hat man dann einen Mörder, der sich auf Abmurksvarianten wie Tollwut-Vergiftung, Pfählung oder Eine-Nichtschwimmerin-mit-betäubten-Beinen-ins-Wasser-Schmeissen kapriziert. Schon in der darauf folgenden Episode wird jedoch ein Glanzstück geliefert. Die Tierärztin, die die Freundin des Nachbarn meuchelt und sich ihm als Schulter zum Ausheulen anbietet, geht nicht mehr vergessen. Die Stärke dieses Meisterwerks ist es, dass man sich ganz auf die essenzielle Ungeheuerlichkeit des Tatbestands konzentriert und die Mörderin von Anfang an zeigt. Da verzeiht man auch das Grinsen der neuen Assistentin.

Konstanz: Mit Konstanz manövriert sich Konstanz in den Tiefschlaf. Unsäglich, was Frau Blum und Herr Perlmann da abliefern. In einem Seitenhieb auf die zeitnah ausgestrahlte Mankell-Folge entblödet man sich, einen erfolgreichen Krimiautor von einem perfid-erfolglosen Alter Ego stalken zu lassen. Der Mörder klaut sich den Vorabdruck des neuesten Bestsellers des Bestsellerschreibers und stellt die darin beschriebenen Morde nach. Das ist, man kann es auf Wikipedia nachschlagen, als mise en abyme reizend, aber doch bitte nicht mit diesen Schlaftabletten. Wenig besser wird die nächste Folge, in der einmal mehr das Thema Steuerflucht drankommt. Da darf ein gieriger Schweizer Banker namens Röthli mit Schoggipralinen und Steuerfreiheit um deutsche Kunden werben. Eine Story wie aus dem Pressebüro von Norbert Walter-Borjans und ganz eindeutig eine Schattenseite des Jobs, findet der Kommentatort.

Berlin: Besser mit weniger gesuchten Einfällen begnügt hätte sich auch der Berliner Tatort „Mauerpark“. Die dort angetroffene Einöde aus Kindsmord, Entführung, Republikflucht, DDR-Aufarbeitung, 80er-Reminiszenzen und Popmusik-Déjà-vus hätte man besser zu einem Diavortrag ausgearbeitet. Alleine, wie sich die Tatortmacher das Deutsch von türkischen Einwanderern vorstellen, lässt tief blicken: „Was, der Anwalt tot, erst gestern noch habe ich ihm die Nase poliert und jetzt soll der krass tot sein, der Schwachmat?“ – Welten besser wird es bei der Folge „Schneeballsystem für moralisch Integere“. Wie hier die Bankerproblematik abgehandelt wird, hat Klasse. Selten genug sind Tatorte durchwirkt von einer so feinen Ironie. Als die Kommissare Ritter und Stark nicht mehr in die Kneipe ums Eck können, weil die bankrott ist, setzen sie ihre Hoffnung auf die einzige noch nicht diskredierte Bank.

Wiesbaden: Der Wiesbadener Kommissar heisst Murot, hat einen Hirntumor, der auf den Namen Lily hört und nervt mit Gesangs-, Special-Effects- und Tanzeinlagen sowie Halluzinationen, die man keinem Youtube-Filmer nachsehen würde. Dafür haben sie einen Starschauspieler angeheuert. Solche Stars sind teuer – das hat für uns den Vorteil, dass es für nicht mehr als einen Tatort pro Jahr reicht. Warum sich die Tatortmacher weigern, mit jungen, hungrigen Schauspielern Risiken einzugehen, während altgedienten Kämpen bedingungslose Grundeinkommen zugeschachert werden, ist ein Rätsel. Der Kommentatort hofft, dass der Hirntumor eine Ausstiegsklausel ist, die bei sinkenden Quoten das Ende Murots beschleunigen soll.

Hannover: Von hier stammt einer der beklemmendsten Tatorte des letzten Jahres. Einmal mehr geht es darin um Kindsentführung und -missbrauch. So wiederkehrend das Thema, so schockierend seine Umsetzung. In ihrem 20. Fall wird die Kommissarin ohne Tamtam und Anbiederung an die Quote, an den Publikumsgeschmack, an Schauspieleregos, Trends oder Regieflausen, neu belebt. Zur Vertiefung der Figur der Kommissarin wurde ein Liebhaber eingeführt, ein nicht ganz geheimnisloser Journalist namens Jan, der die Lindholm mit seinem erratischen Balz- und Kopulationsverhalten kirre macht. Es ist ein einziges Bild, eine Aufnahme aus dem Inneren eines Betonverliesses, das diesen Tatort so eindringlich machte.

Hamburg: Es ist zum Heulen. Der verdeckte Hamburger BKA-Ermittler Cenk Batu quittiert seinen Dienst. An seiner Stelle soll ein Pornosynchronsprecher ermitteln. Der zweitletzte Cenk-Batu-Tatort brilliert als Tatort, der nur bedingt Tatort ist. Das beginnt mit dem ersten Bild nach dem heiss geliebten, unabänderlichen Vorspann: Eine Aussenansicht von Marakesch entführte in an dieser Stelle selten gesehene Fremden. Zwar geht auch dieser Tatort das gesellschaftlich heisse Eisen etwas scherenschnittartig an, jedoch nie peinlich oder angestrengt. Die Erwartungen an alle Problemzonentatorte sind seit dieser Ausstrahlung ins Unermessliche gestiegen. Das Ganze kam ohne pauschalisierendes Geschwurbel und sonntäglichen Staatskundeunterricht, auch ohne Probleme-in-Watte-Packerei. Tragisch, dass Schluss sein soll mit Cenk Batu.

Saarbrücken: Ebenfalls Schluss ist in Saarbrücken. Die Kommissare Deininger und Kappl haben anfangs 2012 ihren letzten Einsatz: nach nur wenigen Filmen in wenigen Jahren. Wenig gesucht ist hier das Thema, Kindesentführung einmal mehr, dafür umso wuchtiger und überzeugender Wut und Fassungslosigkeit der mit dem Fall betrauten SOKO. Auch dass die beiden in ihrem letzten Fall von früheren Ermittlungspannen eingeholt werden, gefällt und erhöhte das Erstaunen, dass man diesem jungen und motivierten Team nicht noch einmal eine Chance gibt.

 

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